Bürgermeister Maximilian Gaul führt weiter Mittelfrankens Schullandheimwerk
Bereits seit 1988 führt Roßtals Bürgermeister Maximilian Gaul das Schullandheimwerk Mittelfranken. Er wurde erneut einstimmig als Vorsitzender bestätigt. Als Beisitzer im neu gewählten Vorstand ist aber auch Bad Windsheims 1. Bürgermeister Wolfgang Eckardt.
Das Schullandheimwerk Mittelfranken ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein, der nicht nur Träger, sondern auch Eigentümer von zwei Heimen und Pächter der beiden anderen Heime ist. Die vier Schullandheime liegen in den reizvollsten Ecken Mittelfrankens wie Hahnenkamm, Nürnberger Land und Hersbrucker Schweiz sowie Steigerwald. Der mittelständische Betrieb mit seinen 30 Mitarbeitern wird seit mehr als 50 Jahren ehrenamtlich geführt. An der Seite des Vorsitzenden Bürgermeister Maximilian Gaul stehen seine langjährigen Stellvertreter, die Rektoren Manfred Wirsing und Alfred Sammetinger. Der seit 1983 amtierende Schatzmeister des Vereins, Karlheinz Meyer von der Sparkasse Nürnberg, wurde zum Ehrenmitglied ernannt.
Die beiden mittelfränkischen Bürgermeister Gaul und Eckardt treiben derzeit ein gemeinsames Projekt des Schullandheimwerks und der Stadt Bad Windsheim voran, den Neubau eines behindertengerechten „Europäischen Schullandheims“. Die Vision von einem europäischen Schullandheim, in dem die Kompetenz des Schullandheimwerks Mittelfranken in Bezug auf europäische Schülerbegegnungen in gezielten pädagogischen Projekten eingebracht werden kann, scheint nun Wirklichkeit zu werden. Bad Windsheims Bürgermeister Eckardt hat hierzu schon viel Werbung auch im Ausland betrieben. Gespräche mit der französischen Außenministerin waren dabei ebenfalls unterstützend wie mit Verantwortlichen in Polen. Aber auch der Stadtrat von Bad Windsheim hat bereits für das künftige Schullandheim ein Grundstück bereit gestellt, das direkt an das Freilandmuseum Bad Windsheim, dessen träger der Bezirk ist, angrenzt. Bezirkstagspräsident Richard Bartsch stand von Beginn an dem Projekt sehr wohlwollend und aufgeschlossen gegenüber. Die herrliche Natur rund um Bad Windsheim, die ausgeprägte kulturelle Infrastruktur der Stadt, eine vielfältige Museumslandschaft und das große politische Engagement des Bezirks Mittelfranken und seiner Kommunen im Hinblick auf trinationale Partnerschaften werden in einem Europäischen Schullandheim bestens genützt. Nachdem sich der Vizepräsident des Europäischen Parlaments Dr. Ingo Friedrich, MdEP ebenfalls von der Idee eines „Europäischen Schullandheims“ im Herzen Bayerns und mitten in Franken begeistert zeigte, steht die Verwirklichung dieses in ganz Deutschland einmaligen Projektes kurz bevor. Auch das Bayerische Schullandheimwerk unterstützt dieses Vorhaben fachlich und hofft nun auf ein positives Signal des Kultusministeriums, das Zuschussmittel aus dem Haushalt für ein solches Schullandheim bereits vor geraumer Zeit avisierte.
In der Mitgliederversammlung des Schullandheimwerks erinnerte Maximilian Gaul auch daran, dass die Idee des Europäischen Schullandheims Bad Windsheim der neuen Metropolregion Nürnberg ebenfalls gerecht wird. Diese Metropolregion hat Gateway-Funktion im Hinblick auf die Osterweiterung. Dabei kann es einer Metropolregion mit der Drehscheibenfunktion nicht nur um die Bereiche der Wirtschaft, des Verkehrs, des Tourismus und des Sports gehen, sondern auch um eine Vorbildfunktion im Bereich der Jugendbildung. Bad Windsheim gehört dieser Metropolregion an, ein Schullandheim ist per Definition ein Heim auf dem Land, in dem unterrichtliche Bildungsprojekte von Schülerinnen und Schülern aller Altersstufen und Schularten, aber auch Maßnahmen der Jugendhilfe erfolgen. Für den gelernten Pädagogen Maximilian Gaul ginge mit dem Projekt eines barrierefreien europäischen Schullandheimes ein Traum in Erfüllung, weil es auch für einen Kommunalpolitiker nichts Wichtigeres gibt, als in die Zukunft der Jugend und in ihre Bildung zu investieren.